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This world is not my home

TWINMH-Cover 

This world is not my home. Publication to accompany the group exhibition,curated by Dr. Bonaventure S. B. Ndikung & Simone Kraft, M. A.

  • limited edition of 175 copies
  • 48 pages, paperpack
  • ISBN 978-3-940029-33-1
  • EUR 15.–

Mit Beiträgen von:

  • Alexandre Chongwa-Bede
  • Alexander Steffens
  • Alpen Butter
  • Anna Krenz
  • Bettina Tita
  • Bonaventure S. B. Ndikung
  • Elke Graalfs
  • Friedrich Fröhlich
  • Joachim Cols
  • Joris Vanpoucke
  • Julian Ronnefeldt
  • Lenka Vítková
  • Luiza Catucci LaPupazza
  • Stephanie Mai

ÜBER DIE AUSSTELLUNGDas Bedürfnis, unseren Lebensraum einzugrenzen, birgt Gefühle wie Stolz, Patriotismus und Zugehörigkeit in sich. Es besteht daher ein Bedürfnis nach Identifikation. Dieses Konzept der Identifikation wird von den Sprachen oder Traditionen eines Ortes bestimmt, an dem wir geboren wurden, an dem wir aus bestimmten Gründen aufgewachsen sind, dem wir uns in besonderer Weise körperlich und/oder gefühlsmäßig verbunden fühlen.Das Gefühl, dazuzugehören wird allerdings auch von einem Schutzverhalten begleitet, das sich in verschiedener Weise ausdrücken kann – und dies ist die andere Seite der Medaille: so entstehen etwa xenophobe –»xenos« der Fremde, »phobos«, die Furcht – Tendenzen als Schutzmaßnahmen, um unsere Heimat zu bewahren.Es könnte zur Verachtung all dessen führen, das fremd ist und in unseren Lebensraum eindringen könnte. Dies ist der Fall bei Rassismus, wenn der gemeinsame Nenner die Farbe der Haut, der Augen oder der Haare ist, und daher Vorwürfe gegen Andersartigkeit und „Métissage“ erhoben werden.Unsere Sehnsucht, sich kleine Welten zu erschaffen, in denen wir uns „zu Hause“ fühlen, entspricht nicht nur unseren sozialen Bedürfnissen, sondern findet seinen Nachhall auch in Absonderung und Trennung.Unsere Beziehung zur Welt kann mit einer Subjekt-Objekt-Beziehung verglichen werden, in der das Subjekt das Objekt fortwährend aufsaugt. Während wir Subjekt sind und uns als »Herren« der Welt aufführen, legen wir weniger Wert darauf, andere Lebewesen, mit denen wir unser Umfeld teilen, zu respektieren. Dies lässt sich an den folgenden Beispielen verdeutlichen:Wir errichten Staudämme, die uns mit Energie versorgen, die aber auch zur Verdrängung und Zerstörung der Natur führen; das Abholzen der Wälder zur Versorgung mit Holz ist immer noch verhängnisvoll für die natürlichen Lebensräume von Millionen anderer Lebewesen; das Ökosystem wird wegen unserer Energiebedürfnisse immer noch mit Ölkatastrophen gequält; die zahlreichen Tierversuche für unsere Kosmetik und Medizin. Und wie sollen wir erst mit unseren hochgerüsteten Massenvernichtungswaffen zurechtkommen?Wenn diese Welt unser Zuhause ist, wie können wir dann in ihr umhergehen ohne die Narben zu bedenken, die wir hinterlassen? Wenn diese Welt unser Zuhause ist, wie können wir dann so nachlässig mit den anderen Bewohnern dieses Zuhauses umgehen?Die Gruppenausstellung lädt Künstler aus verschiedenen Nationen ein, Fragen zu stellen ohne den Zwang, auch Antworten zu liefern.Sie fordert die Künstler auf, sich mit Themen wie Zusammenhalt, Identifikation, Phobie, Natur – kurz unsere psycho-sozialen Bedingungen – zu beschäftigen. Ein passendes Zitat aus einem Gospellied lautet: »this world is not my home, I am just passing through – diese Welt ist nicht mein Zuhause, ich reise nur durch.«